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22.05.2009: Hintergrund: Wagnis Wissenschaft: von der Frage zur Entdeckung

Wie? Weshalb? Warum? Neue Fragen sind stets der Ausgangspunkt für abenteuerliche Entdeckungen, bahnbrechende Entwicklungen und spannende Fortschritte. Jungen Menschen die Freude am Fragen zu vermitteln und Wege zu Antworten aufzuzeigen, ist deshalb Teil der „Mission Education“ der Lindauer Nobelpreisträgertagung.

Wie? Weshalb? Warum? Neue Fragen sind stets der Ausgangspunkt für abenteuerliche Entdeckungen, bahnbrechende Entwicklungen und spannende Fortschritte.

Jungen Menschen die Freude am Fragen zu vermitteln und Wege zu Antworten aufzuzeigen, ist deshalb Teil der „Mission Education“ der Lindauer Nobelpreisträgertagung. Im Rahmen der Treffen am Bodensee tauschen sich junge Wissenschaftler und Studenten aus aller Welt mit den Koryphäen ihres Faches aus. Die große weite Welt der Wissenschaft wird im Gespräch mit den Nobelpreisträgern hautnah erlebbar.

Dieser Grundgedanke, Begeisterung für Forschung zu entfachen, schlägt sich nun in einer eigenen Ausstellung nieder: „Entdeckungen“. Sie findet im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung initiierten Wissenschaftsjahres 2009 statt und wird vom Kuratorium für die Tagungen der Nobelpreisträger in Lindau und der Stiftung Lindauer Nobelpreisträgertreffen am Bodensee organisiert. Des Weiteren wird das Projekt von der RWE AG und der Holcim Ltd. unterstützt.

„Entdeckungen“ lässt Forscherinnen und Forscher von morgen erleben, welche Antworten die Wissenschaft auf die Herausforderungen der Menschheit zu bieten hat. Im Fokus steht ein Thema, das für künftige Generationen von besonderer Bedeutung ist: Nachhaltigkeit.

In den nächsten drei Jahren wird die Ausstellung Forschungsergebnisse präsentieren, die auf den verantwortungsvollen Umgang mit unserem Planeten und seinen Ressourcen zielen. Jedes Jahr wird dabei ein anderer Schwerpunkt aufgegriffen. In diesem ersten Jahr dreht sich auf der Insel Mainau alles um das Thema Wasser.

Die Assoziationen zum Thema Wasser könnten unterschiedlicher nicht sein: Für den einen ist es der Inbegriff von Leben, während andere es als tödliche Bedrohung erfahren. Wasser kann Lebensraum, Verkehrsweg oder Freizeitvergnügen sein, ist kommerzielles Produkt für die einen und elementares Bedürfnis für die anderen. Die Ausstellung versucht, der enormen Vielseitigkeit des Themas gerecht zu werden. In den 20 Pavillons, die auf der Mainau verteilt sind, werden die vielen verschiedenen Facetten von Wasser anschaulich beleuchtet.

Thematisch lässt sich die Ausstellung dabei in drei Bereiche gliedern: Zunächst wird auf Risikomanagement und die damit verbundene Meeresforschung eingegangen. Ein weiterer großer Bereich greift Wasser als kostbare Ressource auf und zeigt Beiträge zur Einsparung, Reinhaltung, Aufbereitung und Verteilung. Der dritte Schwerpunkt liegt auf der Bedeutung von Wasser für Verkehr und Kommunikation und der künftigen intelligenten Nutzung der Ozeane.

Die Bedeutung, die mutige Fragen für die Menschheit haben, ist auch ein wichtiges Thema im Wissenschaftsjahr 2009. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung lädt Jung und Alt zur „Forschungsexpedition Deutschland“ ein. Die Reiseroute quer durch die deutsche Wissenslandschaft zeigt, wie Forscher mit Kreativität, Neugierde und Beharrlichkeit den Rätseln der Welt nachspüren. Die Ausstellung „Entdeckungen“ ist eine spannende Station auf dieser Forschungsexpedition.

Damit insbesondere die jüngeren Reisenden ihre Erlebnisse dokumentieren und somit unvergesslich machen können, bekommen sie für die Forschungsexpedition Deutschland einen eigenen Expeditionspass. In diesem Pass können sie entlang der Forschungsstationen Stempel sammeln. Als attraktiver Preis winkt die Teilnahme an einer echten Forschungsreise: mit der „Polarstern“ auf Forschungsexpedition ins Mittelmeer. Auch für die vielen Entdeckungen auf der Insel Mainau gibt es einen Stempel in den Pass.

Egal, ob mit oder ohne Expeditionspass: Die Ausstellung „Entdeckungen“ schickt ihre Besucher auf eine spannende Tour und ermutigt sie, immer wieder neue Fragen aufzuwerfen: Lässt sich in der Wüste Trinkwasser gewinnen? Warum sind Algen eine besonders nachhaltige Energiequelle? Wie viel Wasser braucht Schokolade um zu wachsen? Kann Beton die Weltmeere zu einem lebendigeren Ort machen? Wie lässt sich ein Tsunami vorhersagen? Fragen stehen auch am Anfang der Mainauer „Entdeckungen“. Denn nur die Fragen von heute können Antworten liefern, die die Zukunft so dringend braucht.